Treue - Fleiß                         Kath. Burschenverein Wiesenfelden e.V.               Frohsinn - Frömmigkeit

 

Das Johannifeuer

 

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Wie lange es das Brauchtum in Wiesenfelden gibt, ist nicht mehr festzustellen. Sicher ist, dass es vom Burschenverein nur übernommen wurde.

Das Johannifeuer wechselte in den letzten 50. Jahren öfter den Standort. Sonnwendfeuer brannten auf St. Rupert, in Pichelberg, Bogenroith auf der Grotte, am Schiederhof und an beiden Seiten des Neuweihers.

Das Johannifeuer ist für die Burschen, wie für die Besucher immer ein besonders schönes Ereignis. Der Schein des abbrennenden Feuers, das den Nachthimmel erhellt, im Hintergrund unser schöner Neuweiher - ein Panorama das einen unvergesslichen Abend garantiert.

Historisches zum Johannifeuer

Die Bräuche der Sommersonnenwende gehören mit zum ältesten überlieferten Brauchtum unseres Volkes. 

Wie allen indogermanischen Völkern war auch den Germanen der Lauf des Jahres bestimmend für Arbeit und Feier. Während die keltischen Völker nach der Zweiteilung ihres Jahreslaufes nur Feiern zur Maien- und Herbstzeit kannten, lagen bei den Germanen, die drei Jahreszeiten unterschieden, die bedeutendsten Festzeiten in unmittelbarer Nähe der Tag- und Nachtgleichen, bzw. der beiden Sonnenwenden.

Galt die Mittwinterzeit, die Wiederkehr des lebensspendenden Lichtes, als höchste Festzeit, an der überall Julfrieden herrschte, so war das Sommersonnwendfest der Höhepunkt des sommerlichen Jahres.

 Die Germanen nahmen an, dass um diese Zeit der Sonnengott mit seinen Sonnenpferden den höchsten Punkt am Himmel erreiche. Hier hielt er einige Tage, überschüttete die Fluren mit Glanz und Segen, kehrte dann um und fuhr die Sonnenbahn wieder abwärts Dem Sonnengott zu Ehren veranstalteten unsere Vorfahren in diesen Tagen das Fest der Sommersonnenwende oder Mittsommerfest. In England heißt heute noch der 24. Juni "Mittsommertag", in Flandern einfach "Sommertag". 

Die Kirche musste natürlich das Sonnwendfest zu Ehren der heidnischen Lichtgottheit brechen. In der weisen Erkenntnis, dass es dem Volk sehr schwer wird, von altgewohnten Bräuchen abzugehen, setzte es an seine Stelle das Geburtsfest Johannes des Täufers, des großen Vorläufers Christi, der dem Menschensohn voranging wie die Morgenröte der aufsteigenden Sonne.

Aus der Festschrift: "50 Jahre Katholischer Burschenverein

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